Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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bot, die Gruft noch einmal zu öffnen, um es neben dem Sarge ſeines Vaters aufzuſtellen.

Eine trauerige Zeit hob jetzt für die drei Men⸗ ſchen an, die ein enges Familienband liebevoll, aber freudenlos zuſammenhielt. Ottokar's Schwermuth nahm täglich zu. Er wollte Niemand ſehen, als Mutter und Schweſter, er flüchtete, wenn ein Be⸗ ſuch eintraf, in den entlegenſten, dunkelſten Theil des Gartens, um hier, wie er ſagte, ſeine Schmach vor aller Welt zu verbergen. Mutter und Schwe⸗ ſter blieben treue Pflegerinnen. Der letzten gelang es ſogar, ſich langſam in ſein Vertrauen einzufüh⸗ ren, ſo daß er ihr endlich jenes Ereigniß auf Schloß Sternberg, freilich wie es ſich in ſeinem Wahne ausgebildet hatte, mittheilte und ſie ſeine Liebe zu Hedwig ahnen ließ. Bei dieſer Entdeckung keimte eine neue Hoffnung in der Seele der Schweſter auf. Hedwig hatte ihren Bruder in den un⸗ glücklichen Wahn geſtürzt; ſie allein konnte ihn davon befreien. Auf dieſe Idee gründete die Schwe⸗ ſterliebe einen Plan, der, wie ſie ſich ſo gern ſchmei⸗ chelte, gelingen mußte. Sie theilte ihn der Mutter mit: beide Frauen beſchloſſen, ihn auszuführen.

Inndeſſen hatte ſich die Stellung, welche früher

die Familie Sternber g im öffentlichen Leben

einnahm, ſehr verändert. Der Baron war vor ein II. 15