Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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einen Zuſtand, der an Wahnſinn gränzte. In den heftigſten Ausdrücken beſchuldigte er Mutter und Schweſter, ſie wollten ihn betrügen, ihn täuſchen über ſich ſelbſt, ſie wagten es, ſich gegen den Aus⸗ ſpruch eines Engels aufzulehnen, der ihn mit Recht verdammt habe und dem allein ein Urtheil über ihn zuſtehe. Erſt nach mehreren Tagen beruhigte er ſich und verfiel nach und nach wieder in jene ſtille Schwermuth, der er ſich nicht entreißen mochte oder konnte. Das reizbare Gemüth ſeines Vaters war nicht im Stande, die ſchwere Prüfung, die ihm das Geſchick auferlegte, zu ertragen. Eines Morgens fand man ihn todt in ſeinem Bette: der Schlag hatte ihn gerührt. Ottokar ſchien gefaß⸗ ter, als die Frauen, die den unerwarteten Heim⸗ gang des freilich ſchon ſehr bejahrten Mannes laut beklagten und bejammerten. Er ordnete eine glän⸗ zende Trauerfeierlichkeit an, jede Ehrenbezeigung, welche das Gedächtniß des Verſtorbenen verlangen konnte, wurde ihm; Ottokar ſelbſt aber wohnte der Ceremonie nicht bei, er verſchloß ſich in ſein Zimmer, er blieb mehrere Stunden allein und man hörte ihn laut weinen. Als Alles vorüber, als die Gruft geſchloſſen war, ging er hinab, ließ das Ge⸗ ſchlechtswappen, das bisher über dem Thore des Schloſſes geprangt hatte, herunternehmen und ge⸗

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