Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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richten. Er konnte ihn nach einigen Wochen für geneſen erklären, er rieth ihm aber, mit einem Ur⸗ laubsgeſuch einzukommen, das er ſelbſt durch ſeinen Bericht unterſtützen wolle, und im Schooße ſeiner Familie einige Monate ganz der Ruhe zu leben. Ottokar ſagte nichts auf dieſen Vorſchlag. Er lächelte nur bitter in ſich hinein, knüpfte langſam das Portepée von ſeinem Degen, den er eben hielt, und ſchleuderte es in einen Winkel des Zimmers. Dann ſetzte er ſich nieder und ſchrieb eifrig, aber nicht um Urlaub, ſondern um ſeinen Abſchied.

Wir bemerken nur flüchtig, daß er dieſen ohne Weigerung erhielt, indem man aus dem Berichte des Arztes zu erkennen glaubte, es haben ſich Spu⸗ ren eines tief eingewurzelten Irrſinns, einer fixen Idee, die ſich nicht mit dem Dienſte vertragen könne, gezeigt. Als ein blühender Jüngling hatte er ſeine Heimath verlaſſen, als ein Schattenbild ſeiner frü⸗

hern Kraft, ſeiner friſchjugendlichen Geſundheit

kehrte er zurück. Die Reiſe konnte ihn nicht zer⸗ ſtreuen, nicht erheitern.Du biſt ehrlos, du haſt den rein von deinen Vorfahren ererbten Namen be⸗ fleckt, du biſt der erſte deines Stammes, der Schmach und Schande auf ihn geladen 3 das waren die Ge⸗ danken, die ihn unaufhörlich peinigend verfolgten. Dazwiſchen erſchien ihm das Bild Hedwigs, als

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