Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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er in einem Tone der Verzweiflung:haben ſie mich hier begraben, ſoll ich hier den Spruch des Rich⸗ ters erwarten bis zum jüngſten Tage? Nein, nein! fuhr er bebend fort und ſeine Blicke hafteten an dem Eingange.Dort ſteht ſie ja, das reine Bild der wahren Ehre, die edle, reizende Jungfrau ſie hat mich gerichtet: ich bin verurtheilt, verdammt ein Ehrloſer, ein Spion! Sie duldet mich nicht hier in der Geſellſchaft ihrer edeln Vorfahren, die nie ihre Ehre verleugnet!

Dieſer Tobſucht, dieſen Qualen, welche die Phan⸗ taſie, ſchwach von der Wirklichkeit unterſtützt, berei⸗ tete und vermehrte, folgte eine gänzliche Erſchöpfung. Während der Nacht wurde der Kranke oft von einem Zuſtande der Schwäche befallen der ſeine augen⸗ blickliche Auflöſung fürchten ließ. Er ſchien jetzt von einer gänzlichen Bewußtloſigkeit ergriffen, er⸗ kannte niemand und blieb ſprachlos.

Welchen Eindruck dieſe Nacht auf Leute, wie den alten Diener und ſeine Tochter, deren Gemüth dem Einfluſſe des Aberglaubens und allen ſeinen entſetzlichen Täuſchungen offen ſtand, hervorbringen mußte, läßt ſich denken! Dennoch hielten ſie treu bet dem Unglücklichen aus, ihre Aufmerkſamkeit der Sorge für ihn widmend, die Empfindungen der Furcht, die ſie von ihm hinwegdraͤngen wollten,