Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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ſich alſo ganz auf eigenen Rath und auf den Bei⸗ ſtand des Himmels verlaſſen.

Der Kranke blieb in dem beängſtigenden Zu⸗ ſtande, in welchem ihn der alte Diener gefunden, bis gegen Abend. Dann trat ein entſetzlicher Pa⸗ roxismus ein mit Ausbrüchen des Irreſeyns, der Wuth und der Verzweiflung. Der Kanonendonner der Schlacht hatte ſich genähert. Ottokar ſchien ihn zu vernehmen. Mitten in den wildeſten Phan⸗ taſieen fing er plötzlich an, ſo tief und klagend zu weinen, daß ſeine Pflegerin auf's Innigſte gerührt wurde. Er ſprach mit anſcheinendem Bewußtſeyn von ſeiner Unwürdigkeit, in den Reihen ſeiner Ca⸗ meraden zu fechten, er beweinte ſich ſelbſt als einen Ehrloſen, der nun ausgewieſen ſey für immerdar aus dem Kreiſe redlicher Männer, er klagte ſich an, ſeiner Familie, ſeinen Eltern einen Schmerz berei⸗ tet zu haben, der nie erlöſchen könne, da er mit einem Schimpf, der den bisher fleckenloſen Namen traf, verbunden war. Dann ging dieſer ſanftere Zuſtand wieder in einen wilden, Grauen erregenden über. Der Kranke ſchien den Ort, wo er ſich be⸗ fand, zu erkennen. Er ſtarrte mit Blicken, aus denen Fiebergluth leuchtete, auf die Särge mit ihren ſchwarzen Behängen, mit ihren goldgeſtickten Wap⸗ penſchildern.Bin ich denn ſchon todt? ſchrie