Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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drückte der Schmerz in ſeinem Kopfe. Mit einem Gefühle des herannahenden Wahnſinns ſtarrte er auf die Särge, die ihn umgaben. Da war es ihm, als öffneten ſich ihre Deckel, als ſtiegen Gerippe heraus und deuteten mit den langen Knochen⸗ armen auf die unbefleckten Wappenſchilder an ihren Särgen, als richteten ſie bedeutungsvoll die tiefliegenden Höhlungen, die einſt von Au⸗ gen belebt wurden, auf ihn hin. Er konnte das Entſetzliche nicht ertragen. Mit dem Schmer⸗ zensrufe:meine Ehre, meine Ehre! ſtürzte er ſinnlos zu Boden.

Als am nächſten Tage eine freundliche und hei⸗ tere Mittagsſonne durch das Gitter der in der Decke des Grabgewölbes befindlichen Offnung ſchien, wurde leiſe die Thüre des geheimen Ganges geöff⸗ net und der alte Kammerdiener des Barons trat durch dieſe ein. Er blieb entſetzt auf der unterſten Schwelle der Treppe ſtehen, denn der erſte Gegen⸗ ſtand, auf welchen ſeine Blicke fielen, war der junge Offizier, regungslos hin auf den Boden geſtreckt, einer Leiche ähnlicher, als einem Lebendigen. Der alte Mann wußte ſich nicht zu faſſen, ſeine Glieder