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ihr Heinrich oft geſpielt hatte, und das ehemals ein Lieblingsſtück von ihr geweſen. Ein Schauer wehmüthiger Erinnerung durchſtrömte ſie. Die alte Stimme aus der Heimath drang für Augenblicke in ihr Herz, aber als ſie wieder zu dem Glanze und der Pracht aufſchaute, verſchloß ſie ihr Ohr und— Seele.
Sie ſtanden vor einem großen, aber ſehr ver⸗ fallenen Hauſe. Nur das Erdgeſchoß und das erſte Stockwerk ſchienen einigermaßen bewohnbar; in den Fenſtern des obern Bau's waren keine Scheiben, und die Fledermäuſe, welche die Dämmerung aus ihren Winkeln lockte, ſchwirrten dort aus und ein. Über dem Thorwege war ein ungeheurer ſchwarzer Kopf befeſtigt, der oie Beſtimmung des Hauſes an⸗ zeigte und ihm den Namen gab.
Seldow deutete die Straße hinab nach einem ſtattlichen Gebäude, das, indem es quer vorlief, die Ausſicht ſchloß, und ſagte mit zitternder Stimme:
„Das iſt Claudia's Elternhaus, meine Toch⸗ ter; dort in jenem Zimmer des erſten Stocks, aus deſſen Fenſtern der Lichtglanz durch die ſchweren Vorhänge herabdämmert, ſah ich ſie zum erſten Male, ohne ihrer beſonders zu achten, ohne daran zu denken, daß ſte es wäre, die dereinſt den Pfad des Lebens mit mir wandeln würde, auf dem ſie
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