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mußte, auf ihn hervorbrachte. Er glaubte in dieſer Begegnung eine böſe Vorbedeutung zu erkennen, er warf unruhige Blicke auf die Tochter, die in⸗ deſſen viel zu ſehr mit ihren Gedanken beſchäftigt geweſen war, um auf die Nähe und die Rede des fremden Mannes zu achten.
Sie ſchritten in die dämmerigen Straßen der Stadt. Die Unruhe, welche den Alten unter ſo vielen Erinnerungen, die ſich ihm hier aufdrängen mußten, ergriff, belebte ſeine Kräfte. Er eilte ſo raſch weiter, daß Antonie Miühe hatte, gleichen Schritt mit ihm zu halten. Des Mädchens trun⸗ kene Blicke weilten auf allen ſtattlichen Häuſern, aus deren Zimmern jetzt ein Lichtglanz angezünde⸗ ter Kerzen herabſchwamm, die ſich in den Kronen⸗ leuchtern, welche ſie trugen, in einem mannigfalti⸗ gen Farbenwechſel wiederſpiegelten. Sie erkannte ſchwere, goldbeſetzte Vorhänge an den Fenſtern, koſt⸗ bare Gemälde mit goldenen Rahmen an den Wän⸗ den. Alles ſchien ihr wie ihr Eigenthum, und ihre Seele ſchwelgte im Entzücken des künftigen Be⸗ ſitzes. Muſik ſchienen die Einwohner ſehr zu lie⸗ ben. Aus mehreren offenen, mit Blumen zierlich geſchmückten Fenſtern tönte Lautenklang und Ge⸗ ſang weiblicher Stimmen. Da vernahm Antonie plötzlich auch die einfache Melodie eines Liedes, das


