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gelitten, er ſchien dem Bruder Claudia's bei ſeinen geheimen Liebesabentheuern, deren dieſer viele hatte, beſonders nützlich zu ſehn. Der kecke übermuth, mit dem er Jedermann begegnete, ſtützte ſich auf die Gunſt des jungen Herrn. Seldow, deſſen Künſtlerſtolz oft durch ihn verwundet wor⸗ den, hatte ihn unſanft zurechtgewieſen, und ſeiner Nachſucht, ſeinen Einflüſterungen ſchrieb es der Harfenſpieler beſonders zu, daß Claudia's Bru⸗ der, der ſich früher immer als ein Freund von ihm gezeigt, bei jener unglücklichen Kataſtrophe, die ihn aus der Patricierwohnung verbannt, ſo hart und feindſelig gegen ihn und die Schweſter aufge⸗ treten war. Noch ſchien Daniel die volle Gunſt ſeines Herrn, des nunmehrigen Senators, zu be⸗ ſitzen. Die böſen Eigenſchaften, die er in ſeiner Jugend gezeigt, ſchienen ſich aber auch weiter ausge⸗ bildet, und ihn in ſein Alter begleitet zu haben. Wenn es dem Harfenſpieler ſchon ganz gelegen kam, auf eine ungeſuchte und unbefangene Weiſe das Familienverhältniß, wie es ſich ſeit jenen frü⸗ hern Jahren in Claudia's Elternhauſe geſtaltet hatte, zu beobachten, ſo konnte er doch nicht Herr des übeln Eindrucks werden, den der Umſtand, daß gerade der feindlich geſinnte Daniel es war, der ihm von allen alten Bekannten zuerſt begegnen


