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Glanz und Reichthum einzuführen gedachte. Es wogte in ſeiner Bruſt, es drängte ihn zu ſo man⸗ cherlei Fragen, allein ehe er ſich noch zu ſammeln vermochte, unterbrach der Fremde ſelbſt das herr⸗ ſchende Schweigen mit den Worten:
„Ihr ſeyd Spielleute, und habt wohl eine weite Wanderung zurückgelegt, um auch die reiche Stadt Augsburg in Contribution zu ſetzen mit Eurer Harfe? Sie war von jeher bekannt dafür, daß ſolche arme Schlucker, die mit der Muſik was War⸗ mes verdienen müſſen, gute Zehrung, freundliche Aufnahme und reichlichern Lohn fanden, als fleißige Leute, die den ganzen Tag arbeiten. Iſt das Eure Tochter, Alter, und ſpielt ſie auf der Harfe oder thut Ihr es?“
Bei jeder andern Gelegenheit würde eine ſo unziemliche Art der Anrede den Vater Antoniens zu einem heftigen Ausbruche des Unwillens gereizt haben. Hier aber bekämpfte er den aufwallenden Zorn, er zwang ſich ruhig zu ſcheinen, um eine Unterredung fortzuſetzen, von der er manchen Auf⸗ ſchluß zu erhalten hoffte.
„Ich ſpiele,“ antwortete in einem ernſten Tone, der, ohne ihn zu beleidigen, den Fremden zu einem anſtändigern Betragen ermahnen ſollte, Seldow. „Meine Tochter begleitet mich nur, weil ich in


