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nun ein Recht geworden, das konnte ſie offen, 1
das konnte ſie— nach des Vaters Meinung—
fordern. Sie wurde ſich, je mehr ſie darüber nach⸗ dachte, ihres Glückes immer bewußter, es ſchien ihr, als wenn jetzt kein Hinderniß mehr zwiſchen ihre Hoffnungen und deren Erfüllung treten könne. Ihre Augen ruheten auf dem hohen Dache zunächſt dem Kirchthurme. Dort alſo ſollte ihr eine Zu⸗ kunft voll reicher Freuden, voll Herrlichkeit, ohne Beſchwerden und Sorge, erblühen? Wie konnte ſie dann den Vater pflegen, wie ihm dann ein ru⸗ higes, friedliches Alter bereiten! Einen Augenblick dachte ſie an den treuen Heinrich, der ihr uner⸗ müdeter Begleiter auf den muſikaliſchen Wande⸗ rungen im Vaterlande geweſen. Er hatte ſich im⸗ mer gegen den Vater ſo liebevoll bewieſen, wie ein Sohn, er hatte ihr eine Zärtlichkeit gezeigt, die ſie wohl für etwas anderes, als eine brüderliche Neigung erkannt hatte, ohne aber in ihrer damaligen Unbe⸗ fangenheit ſie in ſeiner Weiſe zu erwiedern. Beim Abſchiede, als er ihr die Hand gereicht, hatte dieſe heftig gezittert, er ſah bleich und elend aus, und Thränen ſtanden ihm in den Augen. Erſt auf der
Neiſe, wo ſie oft an ihn dachte, oft ſeine Geſell⸗
ſchaft und den heitern Sinn, den er auch recht wohl zeigen konnte, vermißte, glaubte Antonie zu er⸗


