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ihren Richtungen irrte, und bei der es vom Zufalle abhing, ob ſie dem Glücke oder dem Unglücke zu⸗ gelenkt würde. Antonie war ein gutes Kind, ſie liebte den Vater innig und treu, ſie ertrug gern alle Beſchwerden, um ihm eine Erleichterung, eine Bequemlichkeit zu verſchaffen. Bisher hatten noch die grünen Auen und Berge der thüringer Heimath als das Herrlichſte, was ſie ſich denken konnte, aus ihrer Vergangenheit herübergeleuchtet. Wie ſchöne und fruchtbare Länder ſie auch durchwanderte, im⸗ mer ſehnte ſie ſich nach jenen zurück. Aber das Innere der Schlöſſer und Häuſer der Reichen, die ſie auf der Reiſe beſuchten, der Glanz und die Fülle aller Bequemlichkeiten, die hier herrſchten, das glückliche Loos der Frauen, die hier geboten, ergriffen mächtig die Phantaſte des Mädchens und machten Wünſche in ihr rege, auf deren Erfüllung die arme Muſikantentochter keinen Anſpruch hatte. So lange ſie überzeugt blieb, daß ihr ein ſolches
Loos von dem Schickſal verſagt ſeh, ſtrahlte noch
immer die thüringer Heimath in ihrem ſehnſüchti⸗ gen Glanze in ihr Herz hinein. Jetzt aber war
das Alles mit einem Male durch die Entdeckung
des Vaters anders geworden. Was ſie in jenen Paläſten bewundert, we⸗ ſie mit, damals eitel ſchei⸗ nenden, Wünſchen erfüllt hatte, darauf war ihr
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