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tig werden, und du ſollſt durch mich erhalten, was deine Mutter durch mich verloren hat. Komm, meine Tochter! noch einen kurzen Weg und du ſtehſt am glücklichen Ziele.“
Wie betäubt verließ Antonie, an der Seite ihres Vaters, die Stelle, wo ſie die überraſchende Eröffnung erhalten hatte. Seldow— ſo nannte ſich der alte Harfenſpieler— ſchien von den Er⸗ innerungen an jene Tage angegriffen. Er empfand einen heftigen Kopfſchmerz, und vermochte nur lang⸗ ſam weiterzugehn. Er hatte Vieles zu überlegen und Vieles zu bedenken. Noch hatte er abſichtlich Antonien den Namen ihrer mütterlichen Ver⸗ wandten verſchwiegen. Er wollte nicht geradezu vor ſie hintreten, er wollte erſt Gelegenheit ſuchen, ihre Geſinnungen auszuforſchen, ob ſie vielleicht gütiger und verſoͤhnender geworden ſeyen. Indeſ⸗ ſen fing Antonie an, ihre Begriffe zu ordnen und mit klaren Blicken in die Zukunft zu ſehen, die der Vater vor ihr eröffnet hatte. Faſt noch als ein Kind hatte ſie die Heimath verlaſſen, und erſt auf der langen Reiſe, die ſie, mit manchen Unter⸗ brechungen, zu Fuße zuruͤcklegen müſſen, war ſie reifer in ihren Anſichten geworden, aber auch noch
mehr geneigt, ſich phantaſtiſchen Träumereien und
einer Gefühlsſchwärmerei hinzugeben, die noch in 2*⅔


