Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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deres Vertrauen ſchenkte, ſollte ſie bedienen. Sie verſicherte, daß ſie ohne mich nicht leben könne, ſie beſchwor mich, ſie aus ihrem Kerker zu befreien, ſie gab mir Mittel und Wege an, mit dem Beiſtande der Frau das Unternehmen zu bewerkſtelligen. Ich lachte in wilder, rachſüchtiger Freude laut auf, als ich dieſen Vorſchlag las. Da erreichte ich ja mit dem Zwecke meiner Liebe, auch den meiner Rache; da wurde ja Alles mit einem Male ausgeglichen, was zwiſchen mir und Claudia's Verwandten auszugleichen war! Ich war damals ein wil⸗ der, leidenſchaftlicher Menſch, und in Italien hatte ich vergeſſen gelernt, daß man nicht Bö⸗ ſes mit Böſem vergelten ſoll. Dann liebte ich deine Mutter auch viel zu ſehr, als daß ich ihr entſagen, daß ich ſie der grauſamen Behandlung im elterlichen Hauſe hätte überlaſſen können. Die Frau, welche den Brief gebracht hatte, war bald durch einige Goldſtücke gewonnen. Alles gelang nach Wunſch, und um Mitternacht ſtanden wir vor dem Altare einer entlegenen kleinen Kapelle, wo uns ein Prieſter, ebenfalls durch ein anſehnliches Geſchenk bewogen, traute. Dann verließen wir die Stadt. Claudia führte nur ihre Kleidungsſtücke mit ſich; was ihr an werthvollen Dingen von ihren Eltern zum Geſchenk gemacht worden war, ließen