Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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in Italien große Sänger zu Grafen und Herzogen erhoben, und mich ſollten dieſe unbedeutenden Reichs⸗ ſtädter als Eidam verſchmähen? Und doch denke dir, Antonie, meine Demüthigung, meine Wuth, als mich der Vater mit höhnender Verachtung zurück⸗ wies, als die Mutter mich mit Beſchimpfungen uͤberhäufte, als der Sohn, der darüber hinzukam, mich ſpöttiſch fragte: ob ich etwa eine Sonate für einen Adelsbrief hielte, und den Stuhl hinter der Harfe für den künftigen Wittwenſitz meiner Ge⸗ mahlin. Ich war außer mir, ich foderte Genug⸗

thuung. Da ſagte er im Tone der tiefſten Verach⸗

tung: er wolle mir den Hausknecht ſchicken, mit dem könne ich mich ſo lange herumprügeln, wie ich wolle! In dem ſchrecklichſten Zuſtande kam ich nach Hauſe. Ich dachte nur an Claudia und meine Rache! Nichts ſchien mir arg genug, die⸗ ſen Schimpf zu vergelten. Tauſend Gedanken, tau⸗ ſend Plane, immer einer ausſchweifender, als der andere, gingen durch meinen Geiſt. Da brachte mir eine Frau, die in dem Patricierhauſe ein⸗ und ausging, einen Brief von Claudia. Sie wußte Alles, ſie war vom Vater und Bruder mit Vorſur⸗ fen überhäuft, von der heftigen Mutter ſogar miß⸗ handelt worden. Man hatte ſie in eine Hinter⸗ ſtube eingeſperrt. Die Frau, der man ein beſon⸗