Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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der ein Kind, mit dem die Mutter vor dem Ent⸗ ſchlafenen betete.

Der Ton ihrer Stimme war belebter, ihr Blick war glänzender geworden unter dieſer Rede. Der Alte ließ unwillig ihre Hand los und verſetzte bitter:

Thorheiten! Schwärmerei! Das iſt ein Erb⸗ theil deiner Mutter, und wenn dir das Übrige, was dir gebührt, ſo ſicher kommt, wie dieſes, da kann dein Vater ruhig das müde Haupt hinlegen und ſterben. Für dich iſt dann geſorgt, Antonie! Ja, mein Kind, fuhr er ſanfter fort,ich habe dieſe Reiſe nicht aus eitler Luſt am Wanderleben, nicht in der Hoffnung, in fremden Ländern mehr durch meine Harfe zu gewinnen, als im heitern, muſikluſtigen Thüringerlande, angetre⸗ ten; deinetwegen habe ich noch einmal zum Wan⸗ derſtabe gegriffen, dein Recht auf ein Glück, das du nicht ahnſt, will ich geltend machen und dann mag der Himmel über mich verfügen, wann er will!

Ihr ſprecht in Räthſeln, Vater! erwiederte bewegt Antonie:aber dieſe Räthſel ängſtigen mich. Ihre Löſung fürchte ich, und mir iſt, als ob in ihr kein Glück, ſondern nur Unheil und Verderben verborgen läge. Was bedarf ich auch eines andern Glückes, als ich daheim hatte? Den Sommer über zogen wir von Ort zu Ort, und