205 Jetzt wendete er ſich zum Freiherrn, deſ⸗ ſen Staunen und Schreck ſich in Thraͤnen aufloͤſte,— reichte ihm die Hand und ſprach: „Ich kannte Sie ſchon fruͤher,— Sie wandelten ſchon in Paris auf boͤſen Wegen, und wohin dieſe fuͤhren,— das haben Sie geſehen.“ Jetzt war der Rector Magnificus mit dem Ordinarius und der Ehrenwacht der Senioren der Landsmannſchaften in's Zim⸗ mer getreten, zu Letzteren wendete ſich der Profeſſor mit folgenden Worten: „Meine Herren!— Sie wollten den Tag meiner Trennung von Leipzig zu dem ſchoͤn⸗ ſten und ehrenvollſten erheben,— hier, wo wir ſcheiden, wollte ich einige Worte des Dankes ſprechen, welche aus dem Herzen zu dem Herzen gingen, wollte Ihnen einen Blick in mein fruͤheres Leben eroͤfnen. Heute ver⸗ vermag ich's nicht,— Wehmuth hat mein. Herz umfangen,— und doch fuͤhle ich eben jetzt jene Begeiſterung, die uͤber das Irdiſche er⸗
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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
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