201 Uniform, welche das Tiegerfell umwallte, ſchoͤn wie ein Fuͤrſtenſohn der alten Fabel⸗ zeit in das Zimmer.— Jugendmuth flammte in ſeinen Augen, Kraft und Anmuth ſprach in jeder ſeiner Geberden.— Mit wuͤrde⸗ vollem Anſtande und liebenswuͤrdiger Freund⸗ lichkeit gruͤßte er die Anweſenden,— und als er vernahm, welche Urſache den Frei⸗ herrn hier einzukehren noͤthigte, ſprach er, ohne ihn zu kennen:„Mein Herr! Sie ſind ſaͤchſiſcher Cavalier, ehren Sie mit uns das Andenken eines Mannes, der Ihrem Vater⸗ lande Ehre macht,— der es aber verlaͤßt, weil eine fruͤhere Geliebte ein Wolluͤſtling von Stande verfuͤhrte und ſie alsdann ver verließ.— Sie ward die Moͤrderin ihrts Kindes,— ſie ſtarb als Verbrecherin auf
dem Rabenſteine,— menſchliches Geſetz ſprach den argliſtigen Verfuͤhrer frei. Ei⸗
nige unſerer jungen Studirenden wollten den Freiherrn von Falkenſtein, dies iſt ſein Name, fordern, aber heilig beſchwor ſie Pro⸗ 1


