. 193 und zur Andacht zu entflammen. Der Frei⸗ herr war heut zu tief im Gram verſunken, um ſeine Schoͤnheit zu genießen, die ſchwarze
Sorge, die Furie der Gewiſſensangſt, war mit
ihm aufs Roß geſtiegen.
Schon ſchallen die Harmonien der Toͤne vom Feſtplatze ihm entgegen, ſchon ſieht er die geladenen Damen, ſchoͤn wie die Huldin⸗ nen, auf gruͤnen Matten wandeln, da knal⸗ len, zur Tafel rufend, die Boͤller, das Pferd baͤumt, wird ſcheu, geht durch, wirft den Rei⸗ ter ab und ſchleift ihn, da der Fuß im Steigbuͤgel haͤngen blieb, uͤber den ſteinigten Felſenweg.——
Huͤlfe! Huͤlfel riefen jetzt die Frauen, die ihn ſahen. Ein muthiger Cavalier ſpringt herzu, haͤlt das Roß—— bald liegt der Freiherr furchtbar verwundet auf den Mat⸗ ten des Uferrandes. Die junge Fuͤrſtin ruft ihren Arzt.— Er erſcheint, und Ent⸗ ſetzen malt ſich im Antlitze des, der hel⸗
fen ſoll, denn der Arzt iſt— Doctor Hel. 413


