Druckschrift 
Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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194 fer, der einſt Roſa heirathen wollte, und nun die Prinzeſſin Seraphine, dies war die junge, neuvermaͤhlte Fuͤrſtin,— als Arzt begleitet hatte.— „Himmel! rief der junge Arzt, du rich⸗ teſt gerecht und wahr! Dies iſt der Moͤrder meines Gluͤcks, aber mit Gott will ich ſein Retter ſeyn!!“—— Er unterſuchte ſeine Wunde und brachte den Ohnmaͤchtigen in's Leben zuruͤck.— Alle ſtanden um den Kranken, und ihr Mit⸗ leid wird zum Entſetzen, als jetzt der Freiherr mit ſchwacher Stimme ſelbſt ſeine Schuld be⸗ kennt und erzaͤhlt.— Die Freude des ſchoͤnſten Feſtes iſt un⸗ terbrochen und geſtoͤrt, der Freiherr wird auf einer Trage nach Karlsbad zuruͤckgetragen, und die beſchaͤmte Gemahlin, die nun ſahe, daß ſie die Achtung aller Edlen verſcherzt hatte, konnte nur der ſchoͤne Jaͤger— tröſten.— So wurde auch ſie das Opfer ihrer Sinnlichkeit.——