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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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192 chen Pfarrerstochter,— daß ſie ihm ver⸗ ziehen und fuͤr ihn in den letzten Stunden ihres Lebens noch gebetet habe!

„Theuere Vollendete! rief der Freiherr aus, Du verzeihſt, aber der zuͤrnende Him⸗ mel wird richten, ich bin ungluͤcklicher als Du, und ich folge Dir! Dein blutiger Schatten wird nicht eher ruhen, als bis mein Blut ihn verſoͤhnt!“—

Unruhig ging er auf und ab.„Erhei⸗ tern ſich der gnaͤdige Herr, ermahnte ihn der alt treue Reitknecht,—— ich will den Goldfuchs vorfuͤhren,— es iſt Zeit, ſchon ſind alle Gaͤſte hinaus auf den Hamm er*).“ DSDas ſchoͤne, muthige Daͤnenroß erſchien, im Sturme der keidenſchaft ſitzt der Freiherr auf

und galoppirt laͤngs dem Ufer der Toͤpel dem Hammer⸗Gaſthofe zu. Es iſt dies ein ro⸗ mantiſch⸗ſchoͤner Weg durch ein enges Felſen⸗ thal, ganz geeignet, die Herzen zu erheben

*) Ein beliebter Bergnügungsort d der Kurgaͤſte von Karlsbad.