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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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191 laden worden. Alles wollte hier in grande kenue erſcheinen.

Der Freiherr kleidete ſich in die Uniform, die er einſt bei ſeiner Huldigung trug, und eine heiße Thraͤne rollte auf das goldne De⸗ gengefaͤß, denn eben jetzt dachte er ſeiner Roſa!

In dem Augenblicke, als ſie in den Wa⸗ gen ſteigen wollen, kommt der Brieftraͤger und uͤbergiebt dem Freiherrn ein Schreiben. Er erbricht es, lieſt, erblaßt, und ru Tone des hoͤchſten Seelenſchmerzes ſein Gemahlin zu:

„Fahre allein vor,— ich folge nach! ich werde meinen Goldfuchs ſatteln laſſen, bald bin ich bei Euch, jetzt laß mich allein!!“—— Ddie Freifrau fuhr ab.—

Er durchlas den Brief, der in ſeiner Hand zitterte, auf den ſeine heißen Thraͤnen

rollten, noch einmal!—— In ihm mel⸗

dete der Gerichtsdirector Taubenhayns die vollzogene Hinrichtung der ungluͤckli⸗