182 tlite den Kummer genommen, neue Schoͤn⸗ heit umſtrahlte es, und der Friede des Him⸗ mels, die Zuverſicht der Verſoͤhnung und des Wiederſehens ihrer Lieben laͤchelte aus ihrem ſchoͤnen Auge.
So ſaß ſie, als die dritte Mittagsſtunde ſchlug, und las in dem Bibelbuche, welches ihr ihr Vater an ihrem Geburtstage verehrt hatte.
Heiße Thraͤnen benetzten es, ſie fiel auf ihre Knie und ein erbauungsvolles Gebet entſtroͤmte ihren Lippen, da oͤffnet ſich die Thuͤr ihres Gefaͤngniſſes und der Amtmann, ſeine Tochter und der Hofrath, deren Braͤu⸗ tigam, ſo wie der neuerwaͤhlte Pfarrer zu Taubenhayn und der alte Richter, treten herein. 4 Sie reichte allen die Hand, und hoͤher roͤthete ſich ihre Wange, als ſie die des Hof⸗ kaths in ihren Haͤnden hielt.
„Verehrte Freunde! ſprach ſie, ich danke fur Ihre Theilnahme, die Thraͤne, die ich in
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