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geln ein Grab und legt die erſtarrende Leiche in daſſelbe.— Nun faltet ſie die zittern⸗ den Haͤnde zum Gebet und ruft: Da ruhe nun mein armes Kind! da ruhe in Gott! des Himmels Friede ſey mit Dir, Du biſt vor Spott und Jammer geborgen; uͤber mich, Deine Dich liebende Moͤrderin, richtet das Geſetz!!
Dann ſcharrte ſie das Grab zu, bedeckte es mit Laub und Schnee, kuͤßte die Erde, die ihr Kindlein barg, und von Neuem rannen ihre Thraͤnen. Jetzt knarrte die Thuͤr des Gartens. Der Vater tritt heraus, in den zitternden Haͤnden eine Laterne.„Komm, mein Kind! rief er, verzeihe mir, wie ich Dir verziehen.“ Er hob ſie, das Graͤßliche nicht ahnend, von dem Grabe auf, und trug ſie mehr als er ſie fuͤhrte, in's Pfarrhaus zuruͤck. Hier in der unterſtube ſetzte er ſie auf ſeinen Lehn⸗ und Sorgenſtuhl, und ſprach: „Der Schmerz um Dich hat mein Herz ge⸗ brochen, die Worte des Fluchs, die ich im


