175 Zorne ausſprach, ſie moͤgen fuͤr Dich zum 3 Gebete werden, ich bereue ſie. Tochter, meine Stunde nahet, aber bitten will ich fuͤr Dein Seelenheil am Throne des Allbarm⸗ herzigen!“ Segnend legte er jetzt ſeine Haͤnde auf ihr Haupt, kuͤßte ihre Wange, erblaßte und ſank.— Ein Schlagfluß hatte ihn aber⸗ mals getroffen, und der Tod ihn abgerufen
aus dem Reiche der Vergaͤnglichkeit.
37.
Weinend warf ſich Roſa uͤber des Va ters Leichnam. Deinen Segen, Vater, habe ich! rief ſie, und nun will ich der Strafe,“ die meiner harrt, getroſt entgegen gehn. Un⸗ ter abwechſelndem Beten und Weinen erwar⸗ tete ſie den Morgen. Eben wollte ſie ein wenig ſchlummern, als ein Geraͤuſch ſie er⸗ weckte, ſie blickte an's Fenſter, und der Rei⸗ ſewagen des Freiherrn rollte aus dem Schloſtt. 4


