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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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170 Heiße Thraͤnenſtroͤme ſtuͤrzten uͤber die,

trotz der Kaͤlte, in Fieberhitze gluͤhenden Wan⸗ gen. Sie waͤlzte ſich und griff in die Dor⸗ nen des Roſenſtocks, der jetzt duͤrr auf der Freundin Grabe ſtand. Furchtbar war ihr Seelenkampf, und nun trat Fuͤhlloſigkeit an die Stelle des Schmerzes. Sie ſtierte den Himmel mit graͤßlichen Blicken an, verzog die Lippen, Haͤnde und Fuͤße erſtarrten, und gewiß, ſie waͤre erfroren, haͤtte nicht der neue Schmerz der Wehen ſie erweckt.

35.

Sie fuͤhlte, daß ſie bald Mutter wer⸗ den ſollte, raffte ſich auf, verließ den Gra⸗ beshuͤgel, eilte zur Heimath zuruͤck, und ihr Unſtern wollte, daß ſie das Haus geſperrt, die Gartenthuͤr aber offen fand. Hier ſank