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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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169 warum verſchmaͤhſt Du jetzt des Weibes treue Liebe? Gehe hin zu Deinem adelichen Weibe, ſie lerne Dich kennen und verach⸗ ten, der Hausfreund werde dein Verraͤther, der Hinterliſtige und Falſche, dem Du ver⸗ trauſt, ſchaͤnde Deine Ehre und Dein Haus, dann wecke Verzweiflung Dich aus Deinem Taumel! Mein blutiger Schatten rufe Dir ſein Wehe! zu, der Friede Gottes fliehe aus Deinem Herzen, dann, wenn ich laͤngſt vermodert bin, dann jage, an Deiner Selig⸗ keit verzweifelnd, eine Kugel durch Dein Haupt, dann, Meineidiger! Moͤrder meiner Unſchuld, meines Gluͤcks! dann, Teufel! fahre zu den Teufeln!“— Laut auf ſchrie ſie bei dieſen letz⸗ ten Worten, rannte gegen die Thuͤr, ſtuͤrzte mit dem graͤßlich⸗gellenden Gelaͤchter der Ver⸗ zweiflung und des Wahnſinns die Treppe hernieder und durch den Garten auf den na⸗ hen Kirchhof. An einem Leichenſteine fiel ſie nieder, es war der neu errichtete ihrer Preun din Roſ⸗ g.