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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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158 Nothwendige Arrangements auf dem Gute machten jetzt des Freiherrn Gegenwart un⸗ „umgaͤnglich noͤthig. Er glaubte die Sache abgemacht, hielt Roſa's bisheriges Schweigen fuͤr ſtillſchweigende Einwilli⸗ gung in ſeine Plaͤne, denn er wußte nicht, daß Roland, dem er die Abſendung ſeines Briefes uͤbertragen, dieſes mit Fleiß deshalb ſo lange verzoͤgert hatte, weil er glaubte, daß, je naͤher die Zeit der Entbindung heran⸗ ruͤckte, Roſa deſto billigere Bedingungen machen wuͤrde. Er kannte die Mutter und des Maͤdchens Stolz, und dieſer ſollte gebro⸗ chen ſeyn, ehe er, Roland, ihr als Freier nahte. Der Freiherr dachte ſich Roſa's Lage bei Weitem nicht ſo ungluͤcklich, als ſie war, und die Flitterwochen der Ehe, die ihn von Luſt zu Luſt hinriſſen, und dann immer neue intereſſante Bekanntſchaften in den Baͤdern, in den Reſidenzen, hatten ſein leichtſinniges Herz unempfaͤnglich fuͤr fremde Leiden gemacht.

So fuhr er eines Morgens in Taubenhayn