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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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155 konnte nicht helfen! Endlich kam der Va⸗ terr zu ſich, die Ohnmacht verließ ihn, aber ein Schlagfluß hatte den linken Arm ge⸗ laͤhmt, und es zeigten ſich bald Spuren von 3 Geiſtes⸗Verwirtungen. Der herbeigerufene Wundarzt verordnete, daß jetzt die Tochter ſich nicht ſehen laſſen ſollte. Im fuͤrchter⸗ lichſten Schmerz rannte ſie auf den Kirchhof und ſetzte ſich auf Muͤller Roͤschens Grab,— dort ihren Kummer auszuweinen. Ach, die Thraͤnen gaben ihr keine Linderung. Kaͤlte zwang ſie, in's Haus zuruͤckzugehen.

Als ſie im Hanſe ankam, fand ſie einen Brief. Es war der des Freiherrn, und nun war Roſa's Stab gebrochen.„Nein! rief ſie, indem ſie ihn ſchluchzend ſelbſt las. Abfertigen will er mich mit einem Suͤnden⸗ gelde, er leugnet jedes Eheverſprechen. Der Jaͤger, der hinterliſtige Roland, dem Hohn und Luͤge aus den Augen blitzt, der mich haßt, weil ich ihm zu ſtolz und kalt war, ſoll um ein Stuͤck Geld mein Schanddeckel