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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Gaͤrtners, eines alten Junggeſellen und hin⸗

terliſtigen Mannes, ward zum zweiten Male in Unehren ſchwanger, ſie behandelte die Ge⸗ richten, die ihr dies vorhielten, mit frechem Hohn, der Gaͤrtner warf den alten Richter zum Hauſe hinaus, und als dieſer mit dem Pfarrer drohte, ſo rief das freche, alles Ehr⸗ gefuͤhl verleugnende Weibsbild:„Geht nur und ſagt es ihm, daß ich nicht anders Kir⸗ chenbuße thue, als wenn ſein geweſenes Juͤngferchen mit mir ſteht, was Einem recht iſt, iſt dem Andern billig, und wenn ich an der Linde prangen muß, ſo ſoll ſie, das ſtolze, ſchmucke Roͤschen, wenigſtens im⸗ Strohkranze auf dem Strohbuͤndel vor'm Al⸗

tare knien, ſagt ihm dieß!!“

Der beleidigte Dorfſchulze war ſo unvor⸗ ſichtig, dieß in ſeinem Zorne zu thun, und jetzt brach der Grimm des alten Predigers furchtbar aus.„Roſa!“ rief er, und als dieſe vor Krankheit ſchwankend in's Zimmer trat, ſo zuͤrnte er ihr zu:„Aus meinen Au⸗