150 gen verworfene Dirne! Du biſt mein Kind nicht mehr, entehrt haſt Du das Vaterhaus, entehrt das Pfarrhaus, welches ein Beiſpiel ſeyn ſoll der Gemeinde. Gehe nun, wohin Du willſt. Der Mutter Thraͤnen werden Dir wahrlich keine Roſen auf den Weg ſtreun, und wo Du weilſt, wird der Vaterfluch Dich verfolgen. Fliehe, fliehe! denn wiſſe es, wenn Du geboren haſt, wirſt, ſollſt Du Kir⸗ chenbuße thun mit Anne⸗Lieſen, der Gaͤrt⸗ nermagd, der verworfenſten der Dirnen.— Dieſer Tag bringt mich in's Grab!!!“ Roſa. Ich Ungluͤckliche!!!— Pfarrer.„Ja, das biſt Du, Du haſt die Schande auf Dich geladen, trage ſie, Deine Schmach iſt groß— Deine Ehre ver⸗ loren.— Dein adelicher Buhle verachtet Dich, ſein Schweigen bezeugt, daß er ſich
ſchaͤmt, Dir zu antworten. Aus meinen
Augen, Verworfene! Oeffentlich will ich meine
Schande verkuͤnden, und an Dir ſoll die Ge⸗ meinde ein Beiſpiel nehmen, wie ich das


