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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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148 zweiflung. Als der Herbſtſturm uͤber Flur und Stoppeln rauſchte, als der Saft der begeiſternden Rebe bereits der Kelter ent⸗ rann, da konnte ſie es nicht mehr ver⸗ ſtecken, da wurde es ſtadt⸗ und landkun⸗ dig:„Roſa, des Pfarrers Tochter von Taubenhayn, ſolle in Unehren Mutter werden, ehe ſie ein Weib waͤre!“ Ein Un⸗ gluͤck kommt ſelten allein. Eine anſteckende Krankheit brach in der Nachbarſtadt aus, und der wahre Freund ihres Hauſes, Doctor Hel⸗ fer, ſank rettend als ihr Opfer in die Arme des Todes.

Jetzt entſagte der Sohn der Nachfolge

und ging als Leibarzt eines fuͤrſtlichen Hau⸗ ſes nach Rußland; vorher ſollte er das junge Ehepaar nach Carlsbad begleiten.

Der Hofrath erhielt eine Stelle in der Landesregierung, und ſo hatte das Pfarrhaus drei der wuͤrdigſten Freunde verloren.

Noch groͤßerer Harm war dem Pfarrer vor⸗

behalter. Anne⸗Lie ſe, die Kuͤchenmagd des