69 Er uͤberhaͤuft uns mit Guͤte, rief der Pfarrer, laßt uns ihn mit Dankbarkeit be⸗ handeln, aber nie vergeſſen, daß er Freiherr und unſer Patron iſt.— So verließ der Pfarrer das Zimmer;— moͤge er Dich, mein Kind gluͤcklich machen, rief jetzt die Mutter, und kuͤßte das hocherroͤthende Maͤdchen.
18.
Die Glocke der Kirchuhr verkuͤndete die Mitternachtſtunde, Roͤschen erwachte und ging mit hochſchlagendem Herzen ihrem Ver⸗ haͤngniß entgegen. Die Pantoffeln in der Hand, ein ſeidenes Tuch um den wogenden Buſen, im leichten ſeidenen Unterroͤckchen, ſchlich das liebliche Maͤdchen bei dem Schlaf⸗ zimmer ihres Vaters voruͤber, durch den Pfarr⸗ hof dem Garten zu. Sie naht der Laube


