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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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58 frommen Vaters wuͤrde ihn abwenden von den Luͤſten der Welt und des Lebens,— ſei⸗

nen Weltſinn in Froͤmmigkeit verwandeln.

— Du wuͤrdeſt falſche Freunde von ſeinem Herzen entfernen, und im Stillen die Wohl⸗ thaͤterin der Ungluͤcklichen ſeyn.— Deine Liebe, Deine Schoͤnheit, Deine unverbruͤchliche Treue wuͤrde ihn vor Wankelmuth bewahren. — Du wuͤrdeſt— und hier glaͤnzten Freu⸗ denthraͤnen in ihren Augen,— mit ihm, dem Verehrten und Geliebten im Kirchengebete genannt ſeyn, und ſegnend wuͤrden Dein Va⸗ ter und Deine Mutter die Welt verlaſſen, da ſie Dein Gluͤck begruͤndet ſehen.—

So wußte die Pfarrerin in ungluͤcklicher Selbſttaͤuſchung das reine Herz ihrer ſchoͤnen Tochter dem Scheingluͤcke zuzuwenden, und muͤtterliche Liebe fuͤhrte das arme Kind auf eine Bahn, auf der ſie untergehen mußte.