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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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52 wohlhabenden Gegend, rollt die praͤchtige Staats⸗Caroſſe des Freiherrn, von Pari⸗ ſer Meiſtern gebaut, von vier brauſenden ſchwarzen Hengſten in glaͤnzenden Geſchir⸗ ren gezogen, in den Hof. Sie haͤlt.— Der Freiherr ſteigt aus, ein ſchlanker, ſchoͤner junger Mann, deſſen dunkles, ſprechen⸗ s ſchwarzes Auge mit dem blonden Haar, das ein Erbe aller Falkenſteiner war, im ſchoͤ⸗ nen Contraſte ſtand. Die Blaͤſſe ſeines Antlitzes gab ihm etwas Ernſtes, und er war in ſeiner glaͤnzenden Cavaliertracht ein Mu⸗ ſter jenes vornehmen Anſtandes, der, ohne ſich gemein zu machen, durch Herablaſſung jedes Herz gewinnt.

Huldreich gruͤßend uͤberblickt er die Menge, freundlich weilt ſein Auge auf dem alten Pfarrer, und eine Thraͤne perlt unwillkuͤhr⸗ lich uͤber ſeine Wange, als dieſer:

„Der Herr laſſe Ihren Eingang

„geſegnet und Ihr Wirken ihm

„angenehm ſeyn!“