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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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11.

Dieſe Worte, im Kanzelrednerton geſpro⸗ chen, trafen wie ein Blitzſtrahl das Herz des Weibes und der Tochter, in hohen Wogen erhob ſich Noͤschens Buſen, ihr Antlitz gluͤhte, ihr Auge leuchtete Freude, und der Paſtor ſtoͤrte ſie in dieſen Empfindungen. durch das Gebot, dem Jaͤger den Willkommnungsbecher zu reichen.

Roͤschen ſchenkte den Rheinwein in's Kelchglas, war aber ſo zerſtreut, daß der rothe Aßmannshaͤuſer aus der Flaſche fortfloß, als das Glas ſchon uͤbervoll war, und wie ein breiter Blutſtreif uͤber den Schoͤnauer Dam⸗ maſt des Tiſchtuchs ſtroͤmte, auf welchen des Webers Kunſt viel bibliſche altteſtamentiſche Geſchichten eingewirkt hatte. Von Rebenblut uͤberſtroͤmt, ward die herrliche Eſther und die ſchoͤne Ruth, und es traͤufelte in großen

Tropfen von dem Haupte der Maccabä