34 3 das Kind, erwiederte die Mutter, ſie iſt noch zu jung und der Entſchluß zur Ehe bedarf Ueberlegung. Und Du kennſt meinen Wunſch! rief entruͤſtet der Pfarrer. Willſt Du durch Deine Eitelkeit, die ich durchblicke, mir des heut gen Tages nani dae⸗ der Toch⸗ ter Gluͤck vernichten? Zorn funkelte in ſennem Auge und finſterer Ernſt furchte ſeine Stirn, ſchon wollte das Weib widerſprechen, Roͤschen weinte, da ſtand der junge Pfarrer auf und ſprach: „Friede ſey mit Euch!“ „Roſa, ſeyn Sie gluͤcklich, ich entſage, „aber wer Ihre Schwaͤche reizen und nuͤz⸗ „zen duͤrfte, ihn treffe das Gericht!!“ Dees Mahles Freude, des Tages Zufrie⸗ denheit blieb geſtoͤrt. Paſtor Ernſt ſchloß das Mahl mit ſtillem Gebete, und Paſtor Ehrenfeld ſagte ihm bald, die zitternde Hand in die ſeine legend, ſein Lebewohl.—
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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
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