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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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8.—

Sie traten ein,— auf Noͤschens Wan⸗ gen wechſelte die Glut des jungfraͤulichen Stolzes und der Ueberraſchung, denn jetzt ſah ſie, daß der wackere junge Prediger auch ein kraͤftig⸗ſchoͤner Mann bar. Ihr Sitz war neben dem ſeinigen, und als jetzt Pa⸗ ſtor Ernſt das mit Aßmannshaͤuſer Rhein⸗ wein gefuͤllte Kelchglas ergriff, und ausrief: „Unſer Herr Amtsbruder lebe!“ da ſtand der junge Pfarrer auf, ergriff Roͤschens Hand, und bat geziemend um ihre Liebe, die Aeltern um ihren Segen; aber Roſa ſah der Mutter warnendes Antlitz, und ſprach: Hoch⸗ ehrwuͤrdiger Herr Paſtor, mein Herz, meine 8 Hand kann Sie nie begluͤcken— ich achte, ich verehre Sie, doch ſchonen Sie mich, ich bitte, denn dieſes Herz— ſie ſchwieg betrof⸗ fen.— Wie? ſprach der Vater, Roſa, du woillſt Dein Gluͤck von Dir ſoßen; Schons 8