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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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hat Abſichten auf Dich; ich habe nichts wi⸗ der ihn, aber Du biſt nicht fuͤr eine Pfarr⸗ frau erzogen, genieße Dein junges Leben bei Deiner Schoͤnheit nach Deiner Erzie⸗ hung, und Du kannſt dem Edelmanne nicht entgehn. An dem heutigen heiligen Tage ſtandeſt unverhofft Du am herrſchaft⸗ lichen Torus, dies iſt ein Anzeichen des Schickſals, und die alte Marie Lieſe, von der die Leute meinten, daß ſie wahrſagen koͤnnte, hat Dir prohezeiht, als Du Kind warſt: Du wuͤrdeſt bekannt werden im Lan⸗ de, Dein Haupt ſollte dereinſt erhoͤht ſeyn, und Dein Name nicht vergehen; darum folge mir, taͤuſche den guten Mann nicht mit eitlen Hoffnungen, ſondern ſprich Deinen Willen rein und wahr aus. Jetzt pruͤfe Dein Herz, es gilt Entſcheidung!“ Die

in’s Tafelzimmer.

Mutter holte den Wein und Roſa folgte ihr