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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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ringen beſitzt. Der jetzige Herr, Heinrich, der Mutter Liebling, war ein wilder Knabe. Er ward im Glanze und Reichthume erzogen und iſt jetzt, um ſich fuͤr die große Welt zu bil⸗ den, auf Reiſen, und Gott gebe, daß ſein Herz ſich rein erhalten moͤge.“ Das wolle Gott! antwortete der junge Pfarrer, der den Freiherrn von Paris her als Bonvivant kannte; er wollte weiter ſprechen, da traten ſie, vom Caſtellan bewillkommnet, in das In⸗ nere des Schloſſes. Alles beurkundete hier glaͤnzenden Reichthum, Prunkſaal und Stuben waren reich geſchmuͤckt, koſtbare Mobilien, vorzuͤglich Gemaͤlde, und die Bilder der Ahn⸗ herren von Meiſtern gezeichnet, in großen gol⸗ denen Rahmen, bezeugten Stolz und Kunſt⸗ ſinn, die Mobilien waren aus Paris. Pracht⸗ voll war das Schlafzimmer, am praͤchtigſten der Torus*), der nach dem Willen des fides commissarii fuͤr den Herrn beſtimmt war.

2) Ehebett.