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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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27 lich, aber die aͤltere Linie verarmte. Der Vater des hochſeligen Herrn ſah ſich bereits auf den Ertrag einer Rente reducirt. Da ſtirbt ſein Oheim, ein Kreuzherr, vermacht ihm zwei Tonnen Goldes, befreit dadurch Tauben⸗ hayn von ſeinen Conſenſen, erhebt es zum Majorate, und beſtimmt, daß jeder Beſitzer als Bedingung des Beſitzes bei der Ueber⸗ nahme geloben ſollte, ſeinen Stamm adelich⸗ rein zu erhalten und fortzupflanzen, oder des Majoratsbeſitzes ſich zu enthalten. Das Te⸗ ſtament gab dem Hauſe neues Leben, und die alte Burg wurde praͤchtig erneuert, geſchmuͤckt, durch Kunſt und Geſchmack verherrlicht. Der alte Herr ſtarb, eh' ſie vollendet war, er hin⸗ terließ einen einzigen Sohn im zarten Kna⸗ benalter. Sein Vormund, ein reicher ſtolzer Comthur der Balley Thuͤringen, vollendete den Bau. Herrlich ſteht ſie nun und verkuͤn⸗ det des alten Ritterhauſes neuen Glanz und Reichthum. Der Comthur iſt das Haupt

der juͤngern Linie, die große Guͤter in Thuͤ