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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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26— ſchaftliche Schloß, ſeine herrliche neue Einrichtung und ſeinen Garten ſehen.

6.

Sie gingen,— und Paſtor Ernſt er⸗ zaͤhlte beim Eintreten in den neuen Burghof: „Die Burg in Taubenhayn, der Falken⸗ ſtein genannt, wurde, ſo erzaͤhlt es die, frei⸗ lich hiſtoriſcher Gewißheit entbehrende, Sage, unter Heinrich dem Erlauchten, von einem thuͤringiſchen, aus den Kreuzzuͤgen zuruͤckge⸗ kommenen Ritter, dem Horſt von Falken⸗ ſtein erbaut. Die Falkenſteine waren ta⸗ pfere Herren, aber nach der unſeligen Sitte des Fauſtrechts oft Raubritter, und biswei⸗ len das ſchoͤne Geſchlecht allzuſehr liebend, fuͤr die Toͤchter ihrer Unterthanen Falken unter den Tauben. In ſpaͤtern Jahrhun⸗ derten gelangten ſie, wegen ihres alten Adels, zu den hoͤchſten Wuͤrden im Staate, im Heere

und in der Kirche. Ihr Aufwand war fuͤrſt⸗