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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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25 Fuͤrſten geweſen, der ohnweit Taubenhayn einen ſchoͤnen Ritterſitz beſaß, und wohlthaͤtig und anſpruchslos ſich im Gluͤcke ſeiner Un⸗ terthanen gluͤcklich fuͤhlte. Mit dem Erbprin⸗ zen des Fuͤrſten hatte Paſtor Ehrenfeld als Gouverneur Frankreich, die Schweiz und Italien bereiſt, mit ihm in Wien den ſchoͤnen Wiſſenſchaften gehuldigt, und durch des alten Fuͤrſten Huld die ſchoͤne Stelle, eben an ſei⸗ nem 25. Geburtstage, erhalten. Der junge Paſtor Ehrenfeld hielt am zweiten Pfingſttage eine muſterhafte Predigt, die Worte des Heils gingen aus dem Herzen zu den Herzen, und Thraͤ⸗ nen perlten auf der Wange des alten Paſtors, als er nach vollendetem heiligen Amte mit Wuͤrde, Milde und melodiſcher Stimme den Segen ſprach. Er kuͤßte und umarmte den jungen Amtsbruder und ſprach: Lieber Herr Amtsbruder! den heutigen Tag ſchenken Sie uns.— Meine Roſette mag heute unſere Martha ſeyn. Kommen Sie, ehe der Mit⸗ tagstiſch bereitet iſt, laſſen Sie uns das herr⸗ 3