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heit, dieſe exemplariſche Sittenreinheit war der Grund zur Ehrerbietung, die ſie von ihren Kirchkindern uͤberall erhielten.
Sitte war es, und Sitte iſt es noch,
daß, wenn der Paſtor des Orts commu⸗
nicirt, ein befreundeter Nachbarprediger das Amt haͤlt, und nach der Kirche beim Mahle bleibt. Dieſes Mahl wurde nun, da dem amthaltenden Prediger oft ſeine miteingela⸗ denen Lieben begleiteten, in allem Anſtand mit patriarchaliſcher Gaſtlichkeit gefeiert. Die Maͤn⸗ ner unterhielten ſich von gelehrten Gegenſtaͤn⸗ den, und waͤhrend deſſen hatte die Pfarrfran Gelegenheit, ihren haͤuslichen Wohlſtand und wirthliche Einrichtung zu zeigen. Ein ſolcher Tag
war fuͤr das Taubenhaynſche Pfarr⸗
haus der zweite Pfingſttag. Ein neuordi⸗ nirter Prediger der Nachbarſchaft hielt die Predigt und das Amt. Es war ein Mann von Geiſt und Herz, von herrlichem Anſtand, feiner Sitte und Weltkenntniß, denn er war Hauslehrer im Hauſe eines hochherzigen
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