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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Stolz, und ſie mußte der Sterbenden ver⸗ ſprechen, einſt ihre Kinder wieder zu Ehren(?) zu bringen. Die Soͤhne ihrer Ehe ſtarben fruͤh dahin. Der Schmerz, ſo nahe bei ih⸗ ren Graͤbern zu wohnen, bewog den Pfarrer, ſich um die eben vacante Stelle von Tau⸗ ben hayn, die der Vormund des unmuͤndi⸗ gen Patronatsherrn, der Geſandte und Ge⸗ heime Rath, Freiherr von Falkenſtein, zu vergeben hatte, zu bewerben, und er er⸗ hielt ſie, denn ſein Leben, ſeine Lehre und ſein Wandel waren lauter und ohne Tadel, und ſeine Probepredigt hatte die Herzen ergriffen. Die Pfarrerſtelle zu Taubenhayn gehoͤrte zu den eintraͤglichſten des Landes. Des Pfar⸗ rers Wohlſtand mehrte ſich, mit ihm die Glanzſucht ſeines Weibes. Das Pfarrhaus zu Taubenhayn zeichnete ſich bald durch ſeine Gaſtlichkeit und innere propere Einrichtung aus. Schon war Ernſt hier zwei Jahre, und nun gebar ihm ſein Weib eine Tochter.

Das Maͤdchen erhielt den Namen Roſetta