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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Dort, lieber Leſer, laß ſie beten

und lerne nun die haͤuslichen Verhaͤlt⸗

niſſe unſeres Pfarrers kennen.

3.

Der Pfarrer, M. Gotthilf Ernſt, war der Sohn eines wuͤrdigen Schulmannes, der durch tiefe Gelehrſamkeit und ſtrenge Schul⸗ zucht ſeiner Schule neuen Ruhm gegeben hatte. Seine Kinder wurden in aller Ehr⸗

barkeit und Gottesfurcht erzogen, genoſſen aber, da der Vater ein gar ſtrenger Sitten⸗

eiferer war, die Freuden des jugendlichen Le

bens gar wenig, und unſer Gotthilf kam, als er ſechszehn Jahre zaͤhlte, ſehr wohl unter⸗ richtet, aber ohne alle Weltkenntniß, auf eine jener Landesſchulen, wo bei dem reg⸗ ſten Fleiße noch der alte Pennalismus in al⸗ ler ſeiner Haͤrte gewaltig herrſchte, jedes Vergehen gegen denſelben, mit oft

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und