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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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14 kuͤhrlicher, grauſamer Strenge geruͤgt wurde. Im ſtrengen Gehorſam verehrte er ſeine Obern und war, als er Primaner war, nicht minder hart gegen ſeine Untergebenen. Doch glaubte er es um ſo eher ſeyn zu koͤnnen, da er von ſeiner Sittenreinheit auf an⸗ dere ſchloß. So bezog er mit dem 22. Jahre die Landes⸗Univerſitaͤt, zog ſich dort von al⸗ len rauſchenden Freuden zuruͤck, lebte nach dem Tode des Vaters ſehr beſchraͤnkt, und

trat als ein kraͤftiger, ſchoͤner junger Mann,

mit den ehrenvollſten Zeugniſſen, unter die Candidaten des Predigtamts. Sein Ernſt

und Anſtand, ſein wuͤrdegebietendes Aeußere, ſeine exemplariſche Sittlichkeit empfahl ihn

em Criminalrathe B., der bei der Feier ſei⸗ nes funf und zwanzigjaͤhrigen Dienſtjubilaͤums ſich ruͤhmte, ſchon 500 zum Theil geſchaͤrfte Todesurtheile, die ſaͤmmtlich vollzo⸗ gen wurden, gefertigt zu haben. In dem

4 ganzen Hauſe des geiſtreichen, aber herzloſen Juriſten, herrſchte der Ernſt eines Crimi⸗

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