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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Herzen, ſo wirſt Du in keine Suͤnde willigen.

Laß Dir dies eine Stimme Gottes ſeyn! rief der Vater in der Begeiſterung des Kanzelred⸗ ners, und fliehe den erſten Schritt zur Suͤnde, er fuͤhrt zu mehreren. Laſſe nicht das Fleiſch Gewalt uͤber Dich haben! Mor⸗ gen wollen wir vereint zum Tiſche des Herrn gehen! Ein junger Nachbar⸗Geiſtlicher, als Menſch und Gelehrter gleich achtbar, wird predigen, und das Amt verrichten, dort er⸗ hebe, dort heilige Dein Herz, und heute nimm des Vaters Segen. Er legte die Hand auf des Maͤgdleins Haupt, ſie weinte, und dieſe Scene ſiegte auch uͤber der Mutter eit⸗ les Herz, auch ſie empfand in dieſem Augen⸗ blicke, daß es ein Gut giebt, hoͤher als Glanz, Reichthum und Ehre. Da laͤuteten die Glocken zum zweitenmal, der Pfarrer warf ſich in ſeinen Ornat, und Frau und Tochter folgten ihm in's Haus des Herrn.