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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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auf eine uralte Linde und hinter ſelbiger auf 4 8 p die Ecke, den die Kirchhofsmauer bildete, wo ein uͤppig bluͤhender Hollunderſtrauch ein nie⸗ deres Grab beſchattete, das die nun laͤngſt vermoderten Gebeine einer ungluͤcklichen Selb ſt moͤrderin deckte.

Arme Mariel bebt unwillkuͤhrlich ſein Mund. Mein Amtseifer fuͤr das Geſetz fuͤhr⸗ te dich zur Kirchenbuße, und, da dieſe Schmach dein Herz brach, zum Selbſtmord! Vergieb, wenn ich zu hart war 4 er trocknete ſich die Thraͤne vom An⸗

tlitze, da klopfts ihm auf die Schulter, er

iſt in ſeiner Betrachtung geſeoͤrt, blickt um ſich, und vor ihm ſieht ſeine Hausehre, die Frau Magiſterin, gar feſtlich ge⸗ ſchmuͤckt und ſpricht: Ei, lieber Mann! wo denkſt Du wieder einmal hin? Laß die Tod⸗ ten ruhen und ſiehe, welch ein Gluͤck uns der Himmel beſcherte; komm in die Putzſtube, ſieh unſer Kind, das heute am ſchoͤnſten der Hochfeſte ihren ſiebenzehnt