burtstag feiert, ſieh, unſer Roͤschen, wie ſchoͤn ſie der Feſttagsputz kleidet, wie lieb⸗ lich das Maͤdchen bluͤht, wie ſie ſich ſchon fuͤhlt, wie ſie uns, hier erhob ſich das eitle Weib, und ein ſtolzes, nicht angenehmes Laͤ⸗ cheln, ſchwebte um ihre Lippen, wie ſie uns gluͤckliche Aeltern bereits zu den herrlich⸗ ſten Hoffnun gen berechtigt. Im Pfarr⸗ hauſe geboren, habe ich ſie erzogen, daß ſie mit Ehren in's ſchoͤnſte Schloß einziehen kann!——
Du haſt mich unangenehm in meinen Betrachtungen geſtoͤrt, antwortete der Pfar⸗ rer, ſiehſt Du, und er zeigte auf das Grab, das ſind die Fruͤchte der Eitelkeit! Haͤtte Mariens Mutter, die eitle Hirtenfrau, die im Wahnſinn ſtarb, nicht das liebe Toͤchterlein
verzogen und in ihr Herz den Trieb zur Ei⸗ telkeit gegeben, das arme Kind haͤtte nie an den Verwalter gedacht, der ein Sohn des eichen Pachters war, ſie waͤre von ihm nicht erfuͤhrt worden, haͤtte dort an der Linde


